Struktur und Inhalt des PhD-Programms

Für die Promotionsphase werden drei Jahre angestrebt. Sie umfasst sowohl die Einbindung in ein eigenes Forschungsprojekt, die Teilnahme an nationalen bzw. internationalen Konferenzen, die Publikation erlangter Forschungsergebnisse, die Hospitation in einer anderen Forschungseinrichtung, als auch ein frei wählbares Begleitprogramm zur Erweiterung der überfachlichen Kompetenzen. Insgesamt müssen, entsprechend der PhD-Ordnung Paragraph 6a, Leistungen in einem Umfang von mindestens 18 Leistungspunkten (LP) erbracht werden (aufgelistet in Tabelle 1). Die Lehreinheiten, durch welche LP gesammelt werden, können vom Promovierenden frei gewählt werden und sollen dem Promovierenden ermöglichen, eigene Interessen und Schwerpunkte zu vertiefen.

 

Allgemeine Regelungen zur Vergabe von Leistungspunkten

Leistungspunkte können erbracht werden durch Status Leistungspunkte (LP)
Publikationen (angenommene, promotionsbezogene Publikation in einer Fachzeitschrift (peer-review) oder vergleichbarem) Pflicht 3 LP pro Publikation als Erstautor bzw.

1 LP pro Publikation als Co-Autor

Teilnahme an internationalen Konferenzen mit eigenem Beitrag Pflicht 2 LP für einen mündlichen Vortrag bzw. 1 LP pro Posterpräsentation
Im Rahmen des PhD Programms muss der Student seine Methodischen Arbeiten, die Herangehensweise und Erkenntnisse in Form einer 1-2 seitigen Eintrages auf der dafür eingerichteten Homepage veröffentlichen. Dies dient zum einen der Arbeitskontrolle, zum anderen soll es der Kultur der Transparenz in der Wissenschaftskommunikation dienen. Insgesamt müssen in den 3 Jahren 12 Artikel verfasst werden, die die Arbeit des/der Kandidaten/-in festhalten Pflicht 3 LP für alle Einträge
Forschungsaufenthalt in einer anderen Arbeitsgruppen Pflicht Ab 2 Wochen = 2 LP
Teilnahme an Veranstaltungen zum Erwerb überfachlicher Qualifikationen (z.B. in den Bereichen wissenschaftliches Schreiben, Publizieren, statistische Verfahren, Präsentationstraining etc.) Pflicht 1 LP pro Teilnahmenachweis bzw. 2 SWS = 2 LP
Review Artikel (Verfassen eines Reviewartikels zu dem promotionsbezogenen Thema in einer Fachzeitschrift (peer-review) oder vergleichbarem) Wahlfrei 2 LP pro Publikation als Erstautor bzw.

0,5 LP pro Publikation als Co-Autor

Teilnahme an spezifischen, das Promotionsthema begleitenden Vorlesungen. (Unterschriftsnachweis erforderlich) Wahlfrei 45 min = 1 LE

10 LE = 1 LP

Präsentation und Diskussion promotionsbezogener Ergebnisse innerhalb von Forschungsverbünden, z.B. in Graduiertenschulen, Forscher- und Arbeitsgruppen (Unterschriftsnachweis erforderlich) Wahlfrei 1 LP pro Präsentation
Teilnahme an promotionsbegleitenden, spezialisierten wissenschaftlichen Fortbildungen, z.B. Versuchstierkundekurs oder Gentechnikkurs (Unterschriftsnachweis erforderlich) Wahlfrei 2 SWS = 2 LP
Anleitung/Begleitung von wissenschaftlichen Projekten im Rahmen von Bachelor-/Masterprojekten, Examensprojekten etc. Wahlfrei 1 LP pro theoretischer Arbeit bzw. 3 LP pro praktischer Arbeit

 

a.) Pflicht für alle Promovierenden der Medizinischen Fakultät sind:

  1. Pflichtkurse (zusammen 1LP)

– die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung „Promotion in der Medizin“ der Medizinischen Fakultät

– die Teilnahme an einer hierfür zugelassenen Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Good Scientific Practice“

– die Teilnahme an einer hierfür zugelassenen Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Wissenschaftliches Zitieren“

 

  1. Pflichtmodule

– mindestens eine Veröffentlichung eines Originalartikels als Erstautor (3 LP)

– mindestens eine Veröffentlichung eines Originalartikels als Co-author (1 LP)

– mindestens eine Teilnahme an einer nationalen oder internationalen Konferenz, in der das Promotionsthema in Form einer Posters präsentiert wird (1 LP) oder als Vortrag (2 LP)

– das Verfassen von mindestens 6 Einträgen die das methodische Vorgehen, troubleshooting und Erkenntnisgewinn nachvollziehen lassen (3 LP)

– ein mindestens 4 wöchiger Forschungsaufenthalt in einer anderen Arbeitsgruppe (2LP)

 

Es müssen mindestens 12 LP aus dem Bereich der Pflichtmodule erbracht werden.

 

b.) Wahlfreie Module

Aus den Wahlpflichtmodulen können maximal 5LP angerechnet werden. Hierbei gilt: 1 LP≈10 Lehreinheiten (LE) ≈ 7,5 Stunden. Die Teilnahme an Arbeiten, Vorlesungen und Seminaren müssen auf einem „Laufzettel“ mit Unterschrift des/der Dozenten/-in bestätigt werden. Hierbei gilt 45min=1LE

– Damit die Dissertationsschrift, abgesehen von der darin behandelten immunologischen oder virologischen Fragestellung, den allgemeinen Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens gerecht wird, absolvieren die Promovierenden Fortbildungen zur Erlangung Allgemeiner Schlüsselqualifikationen. Dies beinhaltet beispielsweise Seminare im wissenschaftlichen Präsentieren, Soft- und Hardwareanwendungen, Zeit- und Selbstmanagement etc.

– Zur besseren Aufarbeitung der komplexen immunologischen und virologischen Zusammenhänge sollen die Promovierenden an Vorlesungen bzw. Vorträgen teilnehmen, welche in direktem Zusammenhang mit dem jeweiligen Forschungsthema stehen. Alle Vorlesungen an Universitäten (beispielsweise auch im Rahmen von Graduiertenschulen) und Fachhochschulen können hier geltend gemacht werden. Auch andere Aktivitäten im praktischen Bereich können hier in Absprache mit den Betreuern in Betracht gezogen werden.

– Den Promovierenden soll die Möglichkeit gegeben werden ihre promotionsbezogenen Forschungsergebnisse innerhalb von Forschungsverbünden, z.B. in Graduiertenschulen, Forscher- und Arbeitsgruppen zu präsentieren und auch zu diskutieren.

– Die im Rahmen der Promotionsarbeit und des entsprechenden Themas erforderlichen spezialisierten wissenschaftlichen Fortbildungen wie beispielsweise ein Versuchstierkundekurs oder ein Gentechnikkurs können ebenfalls als zusätzliche Qualifikationspunkte angerechnet werden.

– Die Promovierenden sollen bereits während ihrer dreijährigen Forschungsarbeit aktiv in der Lehre mitwirken. Dies soll insbesondere denjenigen als Orientierungshilfe dienen, die sich eine Karriere im akademischen Betrieb vorstellen können. Dazu sollen die Promovierenden Praktikanten, Bachelor- oder Masterstudenten etc. anleiten und begleiten.

– Die Promovierenden des PhD-Programms diskutieren regelmäßig über wissenschaftliche Fachliteratur und wissenschaftliche Artikel, anhand konkreter Fragestellungen. Auch eigene Arbeiten können im Rahmen des wöchentlichen Labormeetings besprochen werden. Die Promovierenden sollen Fachliteratur kritisch lesen und bereits im frühen Stadium der wissenschaftlichen Karriere ihre Kompetenzen als Reviewerin/Reviewer stärken.